Hintergrund:
Es begann alles mit Text, der auf meinem Fernsehschirm stand:
**** COMMODORE 64 BASIC V2 ****
64K RAM SYSTEM 38911 BASIC BYTES FREE
READY.
1a23
SYNTAX ERROR
_
Damals waren Computer etwas, das nur einen Zweck hatte, wenn es um wissenschaftliche Forschung ging, das Konzept eines Personal Computers war überhaupt noch nicht verbreitet, und ehrlich gesagt, außer einem Haufen Kinder, die Spiele gespielt haben und einem Haufen erwachsener Kinder, die Spiele gemacht haben, gab es nicht viel, was man mit einem Personal Computer anfangen konnte.
Trotzdem, das hat mein Leben verändert. Nichts anderes konnte so sehr meine Aufmerksamkeit - ähm, Mädchen - in Anspruch nehmen und besonders so eine bräunliche Kiste mit schwarzen Knöpfen oben drauf, außer einer Kombination von lustigen Melodien und bunten Bildchen, die auf meine Eingaben in Echtzeit reagierten (WOW, fortschrittliches Fernsehen! Viel besser als Zeichentrickfilme!) Erst später begann ich mit anderen Augen auf Computer zu sehen, wegen Filmen wie "Automan", "Nummer 5 lebt" und "War Games". Der letzte hat total den Hacker in mir geweckt, ich fühlte mich echt als wäre ich im falschen Land geboren. Alle coolen Sachen passierten in Amerika!
Jedenfalls, dann war alles zu spät für mich, ich hätte genauso gut meinen einen Arm abschneiden und ihn durch eine Tastatur ersetzen können. Ich wusste ganz genau was ich mit meinem Leben machen wollte (was ich damals nicht wusste war, dass ich "Visionärer Philosoph" überall in meiner DNS stehen hatte... und ich ließ mich von dem Enthusiasmus beflügeln).
Jahre später, nach einigen friedlichen Enttäuschungen, entpuppte sich mein Hintergrund - natürlich - las technisch. Ich folgte dem Pfad des Programmierers/E-Techniker und meine Ausbildung spielte eine Schlüsselrolle dabei das zu formen, was ich meinen sechsten Sinn für Maschinen nennen. Ich könnte echt nicht ohne ihn leben.
Weil der begeisterte Spieler in mir nie gestorben ist, hat die Leidenschaft für Technik nie aufgehört sich für die Videospiele-Industrie zu begeistern. Ein kritisches Auge für Innovationen und der Wunsch Neuland zu betreten waren immer meine Motivation. Genau aus diesem Grund habe ich den größten Teil der Titel gespielt, die in den vergangenen 15 Jahren erschienen sind, was dazu geführt hat, dass ich irgendwann einen Laster mieten musste, um meinen Keller von den ganzen angesammelten Spieleschachteln zu befreien. Manchmal wache ich nachts weinend auf und wandere umher auf der Suche nach meiner verlorenen "Syndicate"-Box. Ich wäre wahrscheinliche reich, wenn ich nicht so einen Haufen Geld für Videospiele und Computer-Hardware ausgegeben hätte, aber was wäre das Leben ohne ein bisschen Spaß?
In der Vergangenheit habe ich an Großprojekten als Consultant mitgearbeitet und als Application/Database Developer, eine trostlose Arbeit... aber sobald ich zu Hause war, habe ich meinem zweiten Leben gefrönt: experimentelles Game Design und Implementation mit den Werkzeugen und dem Wissen, die im Netz verfügbar sind. Quake, UT, Ultima Online waren jahrelang mein kreativer Spielplatz. Den Spaß mit Freunden zu teilen war allerdings schwer, wenn nicht gar unmöglich. In meiner Nachbarschaft war ich der einzige, der sich dafür interessierte Spiele zu machen. Darum ist das Büro mit mehr als 30 Leuten zu teilen, die die gleiche Leidenschaft haben wie ich, das Beste was mir im ganzen Leben passiert ist.
Anmerkungen zum Projekt:
Was mache ich bei Spellborn? Naja, Game Designer sein ist eine sehr dynamische Rolle. Sie reicht vom Implementieren von Quests, Gameplay, Gegenständen, Wirtschaftssystem, Balancing, bis hin zu Beiträgen bei der Entwicklung von Tools, die das ales erst ermöglichen, und es landet alles immer wieder bei Papierkram. Es ist eine harte Arbeit, aber ein unglaublicher und befriedigender Job, und dafür danke ich den unglaublichen Leuten, mit denen ich hier zusammenarbeite.